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Dienstag, 18. Juni 2013

Gala Picnic Pie & The Famous Five - Fünf Freunde brauchen dringend eine Stärkung

Also den Bogevent Lesehunger von Shermin beim Magischer Kessel finde ich einfach klasse, gelesen habe ich zuerst davon bei Jutta, ihr Bericht zum Räuber Hotzenplotz - wie konnte es passieren, dass ich diesen Räuber solange vergessen hatte? - einfach köstlich....
 

Klar habe ich auch etwas zu diesem Thema beizutragen. Wenn ich so an die Zeit denke in der ich ernsthaft mit dem Lesen von Büchern angefangen habe, da fallen mir immer die Bücher von Enid Blyton ein. Die einzigen, die ich davon im Regal stehen hatte, war die Internatsserie Dolly (im Original Malory Towers. Bücher wurden in meiner Familie als kostbar angesehen, und so musste ich geduldig auf Weihnachten oder Geburtstage warten bis ich endlich wieder ein neues Buch bekam. Die Internatsserie schenkte mir dann auch Tante Gerda, ich glaube meinen Eltern erschienen diese Bücher eher als 'Trivial-Literatur', ich hingegen war absolut fasziniert von der, mir so unbekannten, englischen Internatsumgebung und habe sie richtiggehend verschlungen. Allein der Gedanke in einer Schule mit allen Freunden Vollzeit zu leben - total interessant, zum damaligen Zeitpunkt konnte ich dieses Konzept nur schwer verstehen. Was allerdings auch mir sofort auffiel: Diese Kinder lebten völlig selbstbestimmt - Eltern- bzw. Erwachseneneinmischung gab es kaum, das war in meiner Realität natürlich wieder ganz anders.

Die kleine Stadt, in der ich auffwuchs hatte zu diesem Zeitpunkt keine Bücherei - vielmehr gab es einen Bücherbus, der kam einmal im Monat auf unsere Straße und blieb dort für zwei Stündchen. Lange bevor er kam standen wir Kinder schon Schlange, denn es galt die besten Bücher zu ergattern. Allerdings war das erste Hindernis die Ausstellung der Ausleihkarte. Der Bus kam immer donnerstags um 14 Uhr, zu dieser Zeit arbeitete meine Mutti und konnte daher nicht den Antrag unterschreiben. Meine Freundin Dani teilte anfangs ihre ausgeliehenen Bücher schwesterlich mit mir, aber bald war mir das nicht mehr genug und so besorgte ich den Antrag, radelte zu Mutti ins Büro zur Unterschrift, zurück die Ausleihkarte ausgestellt, und endlich konnte ich selbst Bücher ausleihen. Das hatte den Vorteil, dass Dani und ich nun unsere Ausleihen gezielter maximieren konnten, denn wir tauschten innerhalb des Ausleihmonats selbstverständlich die Bücher noch untereinander aus. Was haben wir uns durch die Regale dieses Bücherbusses gefressen!!! An erster Stelle der Beliebtheisskala standen definitiv die 'Fünf Freunde' Bücher von Enid Blyton. Da gab es Ferien, Kammeradschaft und Abenteuer - selbstverständlich immer mit Happy End! 
Ein kleiner Rundgang letzte Woche in den Charity Shops im Städtchen, und schon waren sechs dieser in meiner Kindheit mir so teuren Bücher für 25p das Stück mein Eigentum. Dünn kommen sie mir heutzutage vor, und doch stellt sich beim Lesen sofort wieder die damalige Vertrautheit mit den Freunden, Justin, Dick, George und Anne, die ja eigentlich Cousins und damit Verwandte sind,  und nicht zuletzt dem zotteligen Hund Timmy ein.
Wer diese 'Famous Five' Bücher - wie sie im Original heissen -  kennt, erinnert sich bestimmt daran, wie gerne die fünf Freunde essen. Zur Mahlzeit trifft man nach den Abenteuern des Tages wieder auf die Erziehungsberechtigten. "A large ham sat on the table, and there were crusty loaves of new bread. Crisp lettuces, dewy and cool, and red radishes were side by side in a big glass dish, great slabs of butter and jugs of creamy milk"  Die Köchin Joan oder Aunt Fanny haben die besten Leckerbissen vorbereitet. Da wird reingehauen, denn es gibt es Scones, Ingwer Bier, Limonade und Tee, Gewürzkuchen, vorbereitete Sandwiches, Salate, reife Pflaumen und Äpfel, gefüllte Tomaten, kalten Braten, Käse, Eier mit Speck, Marmeladen-Toasts und natürlich die überaus beliebten Picknicks. Da lief mir schon beim Lesen das Wasser im Mund zusammen. Kein Wunder eigentlich bei diesem 'Lesefutter', dass ich früher oder später auf dieser Insel landete.  Wenn man die Bücher in den zeitlichen Kontext bringt, zumindest die ersten wurden während des Krieges und der in England noch bis 1953 existierenden Lebensmittelrationierung geschrieben, wird das erzählerische Talent von Enid Blyton deutlich. Einfache, ehrliche Gerichte werden genossen, die Mahlzeiten als intellektueller Austausch zelebriert.
Zum englischen Picknick gehören - heute so wie damals - die Meat-Pies einfach dazu. Diese Gala Pie kann auch länglich - frei als Laib geformt, gemacht werden. Ich habe mich für eine Pie-Form entschieden. Dieses Rezept ergibt eine große Pie - ausreichend für 8 Portionen. Der Teig besteht aus einer sogenannten Hot Water Crust Pastry. Dies ist ein spezieller Teig, der auf der Insel für handgefertigte Pies verwendet wird. 
450g Mehl
150g Schweineschmalz, kalt
50g Butter, kalt
1 TL Salz
8 EL Wasser
Mehl mit 50g Schweineschmalz, Salz und der Butter im Food Processor zu 'Sand' vermischen. Das Wasser mit 100g Schmalz heiss werden lassen und mit der Mehlmischen zu einem Teigklumpen vermischen. Den Teig etwas ruhen (abkühlen) lassen. Backofen auf 200 Grad vorheizen.
Unterdessen die Füllung wie folgt vorbereiten:
4 Eier 8 Minuten hart kochen und pellen
900g Schweinehack
2 Schweinebratwürste, aus der Pelle schälen
3 Scheiben Bacon, Speck - in kleine Stücke schneiden
1 kleine Zwiebel, gerieben
2 Knofizehen, gerieben
1 TL Salz (je nach Würze des Bacon anpassen)
1 TL gemahlenen Ingwer
1 TL gemahlenen Macisblüte
1 TL gemahlenen Senf
alle Zutaten gut vermischen, das geht am besten mit den Händen
Nun zwei Drittel des Teigs zu einem Kreis ausrollen und in die Form geben, die Hälft der Füllung darübergeben und die vier Eier gleichmäßig verteilen. Die restliche Füllung darüber geben und gut um die gekochten Eier verteilen, es sollen möglichst keine Zwischenräume entstehen. Das restliche Drittel des Teigs rund ausrollen und auf die Pie geben, die Ränder gut mit dem Teigboden verbinden und etwas einknicken, das gibt ein schönes Muster, allerdings sollte der Look nicht zu perfekt sein, je rustikaler, je besser, es soll schliesslich 'homemade' aussehen. In die Mitte ein Loch machen und einen 'Pie Funnel' aus Alufolie falten und ins Loch stecken, so kann der Dampf besser entweichen. Mit verschlagenem Ei bepinseln und für 45 Minuten in den Backofen stellen. Nach den 45 Minuten nochmals mit Ei bepinseln um eventuelle Risse im Teig zu kitten. Weitere 20 - 30 Minuten backen. Gut auskühlen lassen, am besten über Nacht und dann mit reichlich Salat beim Picknick genießen. Hält sich im Kühlschrank einige Tage.

Dass auch bei Enid Blyton nicht immer alles so rosig zuging, wie in ihren Büchern, weiss man spätestens seit der eindrucksvollen Darstellung von Enid Blyton durch Helen Bonham Carter in dem Film Enid von 2009. Sie selbst hat einmal gesagt, dass sie sich am ehesten mit dem Charakter von 'George', dem Mädchen, dass doch soviel lieber ein Junge gewesen wäre, aus den 'Famous Five' identifizieren wollte. Ich denke, ihr wahrer Charakter kommt wahrscheinlich eher dem des unnahbaren und stets abgelenkten Wissenschaftler 'Uncle Quentin' nahe.

Donnerstag, 13. Juni 2013

Risotto mit gebackenem Spargel, Bratwurst und Rauke

Ich mag Risottos! Ich denke 'mal italienisch korrekt wäre es 'Risotti' zu sagen,  aber ich finde, dass in Neu-Deutschland, wo die englische Sprache beherzt zu Worten wie 'fluffig' verstümmelt wird, oder wo einfach englischen Worten irgendwie eine verdeutschte Bedeutung zugeschrieben wird, so wie bei 'Handy', 'Flatrate' und 'Messies', man da auch sehr gut mit dem Plural von Risotto zu 'Risottos' klarkommen sollte! Dies aber nur nebenbei, wenn man wie ich, im Ausland lebt, ist man sensibilisiert. Ich sorge mich um die deutsche Sprache, denn derzeit krankt sie etwas - dabei gibt es so schöne deutsche Worte wie z. B. 'Wahnsinnsangebot', 'Achtsamkeit', 'Veränderung', 'Lebensqualität' und natürlich so ein Wort wie: 'Frikadellen'. Ich meine, das sind Worte, um die man uns im Ausland wirklich beneiden würde!
Für dieses Risotto habe ich zwei kleine Bratwürste aus der Pelle genommen und zu kleinen (wirklich kleinen) Kugeln gerollt, diese mit einem Bund grünem Spargel auf ein Blech geschichtet, mit etwas Olivenöl und Salz bestreut und ca. 20 Minuten bei 180-200 Grad im Ofen gebacken. Gleichzeitig wurde das Risotto wie gewohnt hergestellt. Dazu eine fein geschnittene Zwiebel glasig dünsten, durchgepressten Knofi und 150g Risottoreis zugeben und noch ein paar Minütchen schwitzen. Mit einem guten Schuss Martini Extra Dry (der Grüne ist das) ablöschen und nach und nach unter Rühren die heisse Hühnerbrühe zugeben.

In diesem Foto kann man die Cremigkeit des Risottos wunderbar erkennen. Kurz vor Schluss die Hackbällchen, den kleingeschnittenen Spargel und etwas geriebenen Parmesan unterrühren. Vor dem Servieren einen Bund kleingeschnittener Rauke untermischen und mit einem TL Creme Fraiche oder einem TL Butter abrunden. Wer mag streut noch mehr Parmesan darüber.

Samstag, 8. Juni 2013

'Jammin it' Rhabarber-Erdbeer-Melonen Marmelade aromatisiert mit Mallorca Zitrone

Gestern stand mir der Sinn nach einem bisschen 'Jam Making'. Zuerst einmal mit Bob Marley etwas in Stimmung gebracht, dann in der Küche die Zutaten in den ensprechenden Reggae Farben zusammengestellt.....
 
Es brauchte noch einem besonderen Verwendungszweck für die herrlichen Mallorca-Zitronen, die auf wundersame Weise einen Platz in meinem Koffer gefunden hatten. 
Beim Einkauf konnte ich frische, hiesige Erdbeeren und hiesigen Rhabarber erstehen, dazu gesellte sich eine Cantaloup Melone, die war allerdings nicht britisch :o(
Das Jam-Rezept, oder Marmelade, wie man in Deutschland sagt, nicht zu verwechseln mit der britischen Marmalade, die sich als Bezeichnung nur auf das aus Orangen bzw. aus Zitrusfrüchten hergestellte Produkt bezieht, fand ich diesem Blog.
Die Zutaten ergeben vier Gläser:
300g Rhabarber, geputzt und in kleine Stücke geschnitten
300g Melonenfleisch, in kleine Würfel geschnitten
300g Erdbeeren, in kleine Stücke geschnitten
Saft von je einer Mallorca-Zitrone und einer Limette
Schale von Mallorca-Zitrone, dünn abschneiden (das Weiße muss ab, ich habe noch nachgeschabt!), die Schale dann in feine Streifen schneiden
1 kg feiner Zucker (ich bin nicht so scharf auf Gelierzucker und schon gar nicht 3:1 oder 2:1, den gibt es hier auch gar nicht, dieser Jam wird nach alt-hergebrachter Art gekocht, man isst ihn doch auch nur in kleinen Mengen!)
Zur Aromatisierung gab es Ingwerpulver und einen guten Schuss spanischen Brandy (Osborne 103)
Zuerst das vorbereitete Obst mit der Zitronenschale und dem Zucker vermischen, das sieht aus wie eine Schneelandschaft. Einige Stunden stehen lassen.
Nach dem Marinieren die Mischung in einen großen Topf geben und unter Rühren zum Kochen bringen. Ingwerpulver zugeben und gut vermischen und 20 - 30 Minuten sanft köcheln lassen, immer wieder umrühren, bis die Marmelade geliert, Brandy zugeben und kurz verkochen lassen, oder auch nicht, wie man das lieber hat. Gelierprobe machen auf Porzellanteller machen. Noch heiss in die vorbereiteten Gläser füllen und sofort verschliessen.
Dieser Jam schmeckt so aromatisch und ziemlich einzigartig. Wenn man die Augen schliesst kann man die einzelnen Komponenten herausschmecken.... YUMMY!
Und weil es Samstag ist, hier noch ein paar Fotos aus meinem Vorgarten, er wurde, wie schon im letzten Jahr, zu den Golden Garden Awards in unserem Städtchen angemeldet. Die Juroren kommen am 27. Juni zur Bewertung, bis dahin muss noch ein bisschen 'was getan werden.
Schwierig ist es, die Hostas vor dem Schneckenfraß zu beschützen. In diesem Jahr habe ich erstmalig Nematoden eingesetzt, Schneckenkorn aber auch noch - viel hilft (hoffentlich) viel! Ich weiss nicht, ob ich es dem guten Wetter zu verdanken haben, oder ob die Nematoden gewirkt haben? Bisher ist noch alles gut, ich schaue aber auch jeden Tag....
 Hier die Columbine, von meiner Schwiegermutter Doris, ist sie nicht toll????

Und dann noch Hubby's liebste Vorgartenpflanze, eine Art des Wiesenknöterich, gedeiht hervorragend im Vorgarten. Im Vordergrund kann man auch den einen Hunde-Pipi-Buchsstrauch sehen, der muss noch in Form geschnitten werden, aus verständlichem Grund kann ich da nur mit Gummihandschuhen dran arbeiten. Ich dachte, diese Buchssträucher am Eingangsweg (es gibt zwei davon) versuche ich in diesem Sommer einmal kegelartig zu schneiden, bisher waren sie immer Quader gewesen. Im letzten Jahr habe ich sie daher gar nicht geschitten, damit sie nun einen neuen Formschnitt bekommen können. Es gibt viel zu tun an diesem Wochenende - PACKEN WIR ES AN! In diesem Sinne wünsche ich allen geneigten Lesern ein HAPPY WEEKEND :o)

Freitag, 7. Juni 2013

Geburtstagsschmankerl - Ratatouille Quiche - Blueberry Muffins und eine unbekannte Torte

Wenn man so die ersten zwei/drei Jahrzehnte auf diesem Planeten hinter sich gebracht hat, werden Geburtstage eigentlich immer weniger wichtig. Es sind halt Zahlen, die manchmal abgefragt werden. Tief drinnen fühlt man sich sowieso immer wie 21, das sagt selbst meine Mutti (sie geht stramm auf die acht Jahrzehnte zu...). Die Überraschung - oder sollte ich lieber sagen 'Der Schock' kommt dann, wenn man sich dem Spiegel nähert... aber auch da ist die liebe Natur gnädig, denn sie stattet uns mit Altersfehlsichtigkeit aus, da sieht man nicht mehr alles so genau - hat auch den Vorteil, dass man den Dreck und Staub in der Wohnung nicht mehr so deutlich erkennen kann - und 'wo man nichts sieht, da ist fühlen keine Schande' - das findet auch mein Hubby!
Also alles noch im grünen Bereich. Die Tradition gebietet es, dass man zum Geburtstag einen oder auch zwei ausgibt, besonders in unserem Büro-Team ist das sehr beliebt (wird eigentlich dringend erwartet!). Da traf es sich gut, dass dieser Anlass mit unserer Abreise in den Urlaub zusammenfiel - will sagen, der Kühlschrank musste geleert werden. Was drin war erschien zunächst eher chaotisch, aber nach einer durch(w)dachten Nacht standen die Rezepte vor meinem geistigen Auge. Ratatouille Quiche in einer vegetarischen Version und auch mit Chorizo sollte es geben. Weiterhin wurden die verbleibenden Eier und auch frische Blaubeeren mit Lemon Curd zu diesem Blueberry Muffin Rezept verarbeitet. 
Die Ratatouille habe ich so wie hier vorbereitet, schön langsam 'trocken' schmoren ist das Geheimnis. Statt der Dosentomaten wurden die noch vorhandenen frischen Tomaten verwendet, gehäutet versteht sich. Zur weiteren Verwendung gut abkühlen lassen.
So sah die fertige Quiche  beim Anschnitt aus, den Mürbeteig habe ich nach der bewährten Methode  vorbereitet. Die Teigmenge verdoppelt, da ich zwei rechteckige Bleche vorbereitet hatte. Den Boden ca. 12 Minuten vorbacken, mit etwas Dijon-Senf bestreichen und die eingekochte Ratatouille Mischung daraufgeben. Eine Quiche noch mit Chorizo-Stückchen versehen und beide mit geriebenem Käse bestreuen. Guss aus verschlagenen Eiern,  einem Töpfchen Bressot Käse, einem halben Becher saurer Sahne Muskat, Salz und Pfeffer vorbereiten. Alles gut vermischen und die Quiche damit übergießen. Bei 200 Grad ungefähr 30 - 35 Minuten backen.
So sah der Ab-Transport ins Büro dann am nächsten Morgen aus. Karotten und Gurke wollten auch noch aufgebraucht werden, das machte sich wirklich gut bei den Kollegen. Tja, das Team war so überrascht, dass mein Geschenk noch gar nicht vorbereitet war - das bekam ich erst am Arbeitstag nach unserem Urlaub - da war ich dann  überrascht, denn ich dachte, man hätte mich total vergessen!
Ja und dann gab es noch diese (mir unbekannte) Geburtstagstorte, die hatte meine Mutti vorbereitet - Rezept im Internet gefunden (scary - meine Mutti sucht Rezepte im Internet??? - sie schreibt mir neuerdings auch emails - Das ist der Beweis, 'You can teach an old dog new tricks!!!) um sie an meinem Geburtstag (zufällig auch Pfingsten) in good old Germany mit meiner Schwester und meinem Schwager auf deren Terasse zu verputzen.... kein Fitzelchen davon habe ich gesehen, nur virtuell schmecke ich sie noch heute ganz deutlich.... cremig, sahnig, fruchtig zergeht sie auf der Zunge!
Ich habe meinen Geburtstag mit einem Tässchen Kaffee, einer Vanille-Creme- Empanada und meinen Kindle gefeiert, Hubby hatte sich zur Siesta zurückgezogen - when in Spain, do as the Spanish - so sein Motto. Zum Foto war er aber schon parat. Happy Birthday, 21 again!

Mittwoch, 5. Juni 2013

Cheesecake-Brownies

Im Sainsbury's Magazine vom Mai war ein Rezept für 'Raspberry and white chocolate celebration brownies' auf dem Titel.  Meine Version hat mit dem Originalrezept nicht mehr so viel gemeinsam, vielmehr ist sie aus den Zutaten entstanden, die ich noch im Vorrat hatte. Dennoch haben diese Brownies, die man schon fast als Cheesecake Brownie Crossover bezeichnen könnte, voll den Geschmack meiner Kollegen im Büro getroffen. Hier kann man das Originalrezept finden. Meine Ausführung ist dann doch ziemlich anders geworden.
Diese Zutaten hatte ich im Haus, gebacken habe ich einer rechteckigen 'Le Creuset' Auflaufform (etwa 20 x 30 cm):
100g dunkle Schokolade
3 EL dunklen Kakao
150g weiche Butter
300g leichten Muscovado Zucker
3 grosse Eier, verschlagen
150g Mehl
140g weisse Schokoladenknöpfe
1/2 Glas Lemon Curd

Für den  Käsekuchen-Mix:
2 grosse Eier
100g Philadelphia
250g Magerquark
75g feiner Zucker
Abrieb einer Zitrone
2 EL Maisgries
Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Die Backform mit Backpapier auskleiden. Die Schokolade über Wasserbad schmelzen, Butter mit Zucker cremig rühren, Eier nach und nach zugeben. Mehl, Kakao, eine Prise Salz und geschmolzene Schoki zugeben. Die Schokiknöpfe ganz in den Teig geben und grob verrühren, diese Schokiknöpfe ergeben beim Backen kleine toffeeartige Inseln in den Brownies. In einer getrennten Schüssel den Cheesecake Mix zusammenrühren. Nun zuerst die Hälfte des braunen Teigs in der Form verteilen, darauf die Käsekuchenmischung verteilen, nicht glattstreichen, es soll wie 'hingekleckst' aussehen, eventuell die Schichten noch mit einem Holzstäbchen etwas vermischen. Nun einige EL Lemon Curd einschichten und wieder mit der zweiten Hälfte des braunen Teigs bedecken. Backzeit 60 - 70 Minuten (in meinem Fall), aufpassen, dass die Oberfläche nicht verbrennt, mit Alufolie oder Pergament abdecken. Die Brownies sollen innen noch 'goey' sein. Mit Puderzucker bestreut servieren. Ergibt mindestens 24 Brownies. Schmeckt total YUMMY!

Montag, 3. Juni 2013

Mein liebstes Sonntagsvergnügen - Gartenbesuche 'in the country'

Wir haben einen kleinen Sommer hier auf der Insel, durch den späten Frühling sieht es in der Country wundervoll aus. Die Farben..... das in allen Schattierungen vorhandene Grün... unbeschreiblich schön!
Wie im Gedicht von William Blake, das sich auf eine Legende bezieht, die uns erzählt wie Jesus mit seinem Onkel Joseph von Arimathea auf einer Reise England besucht hat.
And did those feet in ancient time.
Walk upon Englands mountains green:
And was the holy Lamb of God,
On Englands pleasant pastures seen!

And did the Countenance Divine,
Shine forth upon our clouded hills?
And was Jerusalem builded here,
Among these dark Satanic Mills?

Bring me my Bow of burning gold;
Bring me my Arrows of desire:
Bring me my Spear: O clouds unfold!
Bring me my Chariot of fire!

I will not cease from Mental Fight,
Nor shall my Sword sleep in my hand:
Till we have built Jerusalem,
In Englands green & pleasant Land
Ob die Geschichte nun so stimmt, sei 'mal dahingestellt, fest steht aber, dass England wenn die Sonne scheint auf jeden Fall ein 'green and pleasant land' ist!
Und die Kirchen, die meisten aus dem 11 / 12 Jahrhundert, was die wohl alles schon gesehen haben, welche Schicksale, welche Lebenswege?
Ich liebe diese Pflanzenarrangements, die obwohl clever geplant, doch wie hingeworfen naturalistisch aussehen.
Hier nimmt man das Gärtnern nicht tierisch ernst, hier wird nicht 'über'dekoriert, weniger perfekt ist definitiv mehr - und das ist schon das ganze Geheimnis....
Pflanzpläne, die sich an der umgebenenden Natur orientieren, und diesmal ist keine Edelrose in Sicht!

Freitag, 31. Mai 2013

Spargel mit Entenei, Speck und Haselnuss

Bevor die Spargelsaison schon wieder zuende geht (hat doch gerade erst angefangen, durch den verspäteten Frühling gibt es hiesigen Spargel noch nicht so lange), noch ein Rezept, das sich vorzüglich als Vorspeise zur Dinnerparty eignet.
Pro Person ein Entenei (die sind etwas größer als Hühnereier) ca. 6 Minuten kochen lassen, es sollte noch etwas weich in der Mitte sein (bei mir haben die Eier zu lange gekocht!). Abschrecken, pellen und halbieren. Für jede Portion 2 Scheiben Streaky Bacon unter dem Grill schön kross werden lassen. Es zahlt sich aus, wenn man eine gute (nicht zu salzige oder mit Wasser aufgespritzte) Qualität wählt. Das Dressing aus 2 EL Olivenöl (nur das Gute - versteht sich), 1 EL Haselnussöl - ich hatte Trüffelöl genommen, da ich das Haselnussöl bei dieser Aktion leider nicht gefunden hatte, 1 EL Cider-Essig, Salz und Pfeffer und 1 TL Dijon-Senf zusammenmischen. Eine handvoll Haselnüsse in einer Pfanne anrösten und im Mörser grob zerstampfen. Gewünschte Menge an Spargel, so 5 - 7 Stangen pro Person sollten es sein, vorbereiten. Spargel waschen und Enden abbrechen, es gibt eine Sollbruchstelle, der Spargel bricht genau dort, wo das holzige Ende endet. Wer grünen Spargel schält, tut ihm unrecht... er soll bitte nicht geschält werden. Die Spargelstangen in einen Topf mit leicht kochendem Wasser geben und 5 Minuten (nicht länger!) darin leise ziehen lasssen. In das Wasser kein Salz, nur einen TL oder Würfel Zucker und etwas Butter oder Olivenöl geben. Spargel mit einer Zange rausfischen und auf den Teller legen, Bacon und Ei dazu drappieren. Mit den gerösteten Haselnüssen bestreuen (die fehlen im Foto leider, da es sich um die Reste am zweiten Tag nach der Dinnerparty handelt :o) und mit dem Dressing beträufeln. Sofort servieren!